Fundstück in X:
Martin Sonneborn
MERZOSUR
Falls Sie da drüben in Deutschland die Absicht hatten, noch verhasster zu werden, als Sie es ohnehin schon waren, dann ist F. Merz in diesem Moment genau der richtige Mann genau am richtigen Platz. (Aber auch nur dann.) Glückwunsch, Deutschland ist in Europa jetzt (fast) wieder so beliebt wie vor 85 Jahren. hier weiterlesen
Für seine unbegründbare Phantasie, der Niedergang der deutschen Wirtschaft könne durch Warenaustausch mit Südamerika (Gebrauchtwagenhandel?) irgendwie abgemildert werden, lässt dieser demokratische Sonntagsfahrer nicht nur europäische Bauern & Verbraucher, sondern auch elementare Grundsätze der Demokratie über die Klinge springen.
Merz war es, auf dessen Druck hin die zypriotische Ratspräsidentschaft dafür gesorgt hatte, dass das Mercosur-Abkommen noch vor der Abstimmung im Europäischen Parlament – und damit ohne jede demokratische Legitimierung – in Kraft treten sollte. Dieser Versuch wurde heute hier in Straßburg (symbolisch) gestoppt.
Die Tatsache, dass eine Mehrheit im sonst so unterwürfigen EU-Parlament von der von Merz hier frech versicherten „Rechtmäßigkeit“ dieses heimlich hingemauschelten Hinterzimmerputschversuchs keineswegs überzeugt ist und ihn deshalb vom EuGH (über)prüfen lässt, ist die nunmehr dritte große, peinliche, deutliche, unmissverständliche, in 3D-Leuchtschrift-Lettern (Neonröhren) durch die ganze Welt blinkende Niederlage dieses vor Inkompetenz strotzenden Sauerländers, den Sie da drüben ja unbedingt zu Ihrem Bundeskanzler machen mussten. Und den in Europa niemand, wirklich niemand, ausstehen kann (Würg! Urgh! Burp! Berk!).
Das „Ohrfeigengesicht“ (Branchenslang) hat sich also seine dritte – absolut verdiente – EU-Ohrfeige eingefangen. Merz war es nämlich auch, der durch Druck auf die Mitgliedsstaaten (zusammen mit vonderLeyen) für die Annahme des demütigendsten Handelsdeals aller Zeiten durch die EU gesorgt hatte (Sommer, Schottland, Turnberry, Golfplatz, Trump, 2000 Milliarden futsch), dessen rechtliche Umsetzung das EU-Parlament übrigens gerade ausgesetzt hat. Und Merz war es auch, dessen „großartige“ „Idee“ es war, sich des russischen Zentralbankvermögens (zur Finanzierung der Ukraine, illegal) zu bemächtigen. Wie das ausgegangen ist, wissen Sie vielleicht noch.
Wir raten der möchtegernmachtpokernden Blindniete dringend, sich künftig wieder auf die Angelegenheiten des Hochsauerlandes zu konzentrieren. Die große Politik ist nämlich nichts für ihn.
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