Herbst, Sonnenstand und Vitamin D:
Warum die Grippesaison im Oktober beginnt.
Hier die Kürzestfassung frei nach Peter F. Mayer:
Der Herbst ist ein biochemisches Ereignis. Die Tage werden kürzer, die Grippewelle rollt an. Mit dem Herbst endet die Vitamin-D-Synthese durch die Haut in weiten Teilen Europas — nicht graduell, sondern abrupt.
Entscheidend ist der Winkel zwischen Sonne und Zenit. Je flacher die Sonne steht, desto länger der Weg, den die UVB-Strahlung durch die Atmosphäre zurücklegen muss, so dass die entscheidenden Wellenlängen vollständig herausgefiltert werden.
Die Folge: Ab einem bestimmten Datum erreicht kein einziges Photon im Vitamin-D-relevanten UVB-Bereich noch die Haut.
Als Faustregel kann gelten, dass bis zu einem SZA Winkel von 45 Grad noch UVB Strahlung durchkommt. Wie erkennt man das? Ist der eigene Schatten länger als die Körpergröße, steht die Sonne zu tief, ist er kürzer kommt wahrscheinlich noch UVB durch.
Folge: Man muss Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Ungefähre Dosis nach Prof. Dr. Spitz: 50 IE pro kg Körpergewicht und Tag. Die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) arbeiten als System. Bei gesunder Kost mit natürlichen
Lebensmitteln nimmt man genügend von den anderen der genannten Vitamine auf, so dass man die nicht ergänzen muss.
(Hinweis: Vitamin D Tropfen werden oft in Kombination mit Vitamin K angeboten. Menschen, die Medikamente zur Blutverdünnung nehmen müssen, dürfen
diese Kombination nicht einnehmen, weil das zusätzliche Vitamin K die Blut
verdünnende Wirkung verhindert (gelernt durch eigene Erfahrung).