Lesefrüchte
September 2026
Hier sammeln wir Artikel, die auch über den Tag hinaus interessant sind und zitieren Auszüge. Um die Übersichtlichkeit zu erhalten, verschieben wir ältere Empfehlungen ins „Archiv“.
Lesefrüchte im vergangenen
Juli und August
Prof. Dr.Dr. Harald Walach: MWDFD konfrontiert EMA mit wissenschaftlicher Datenlage
Auszug aus einer Kolumne von Prof.
Dr.Dr. Harald Walach in der Zeitschrift ViER (Die vierte Gewalt) 3.26, Seite 36
Auf seiner Webseite nimmt er Stellung zu dem in der Kolumne beschriebenen
Vorgang:
MWGFD e.V. fordert Klarheit zu Zulassung der COVID-19-modRNA- und Vektor-Impfstoffe
MWDFD konfrontiert EMA mit wissenschaftlicher Datenlage zu Covid-19 Impfungen
(…)
Frau Dr. Sylvia Behrendt, Gründerin der Global Health Responsibility Agency, hatte der EMA einen Brief geschrieben, in dem sie die Offenlegung der Pfizer Zulassungsdokumente forderte in einer europäischen Initiativefür Transparenz. Wir, die MWGFD, haben uns dieser Initiative angeschlossen. Die EMA beraumte ein Meeting an. Wir baten darum, dort dabei sein zu dürfen. Die EMA lehnte in einem Brief unsere Teilnahme ab. Und auf dem Treffen lehnte sie die Freigabe der Dokumente ab. Frau Cooke meinte in dem Schreiben, es gäbe auch gar keinen Grund zur Sorge. Ihr seien keine wissenschaftlichen Daten bekannt, die ihre Einschätzung einer positiven Nutzen-Risiko-Relation der COVID-19 modRNA Impfstoffe verändert hätten.
Das fand ich dann doch ein starkes Stück. Wir beschlossen, Frau Cook einen netten Brief zu schreiben. Sie darf ja in der Tat einladen, wen sie will. Aber zu behaupten, es gäbe keine belastbaren Daten, die die Risiko-Nutzen-Bewertung verschieben würden? Das fanden wir dann doch entweder frech, oder ignorant, oder einfach ein Zeichen politischer Intransigenz. Und so schrieben wir ihr wie gesagt jenen Brief und legten noch eine 15-seitige annotierte Bibliografie bei, die wissenschaftliche, peer-re-viewte Artikel enthielt, die sich mit Schäden dieser Impfungen befassten. Die Bibliografie ist nicht vollständig, aber enthält eine repräsentative Auswahl an Originalbeiträgen und Überblicksarbeiten, die ihrerseits wieder originale Studien zusammenfassen.
Das wissenschaftslogische Argument habe ich für Frau Cooke nochmals ausbuchstabiert: Die Behauptung „Die Impfung ist sicher“ ist theoretisch gesprochen ein Allsatz, der eine pauschale Ist-Behauptung aufstellt. Wenn sich nur ein einziges Beispiel findet, das dieser Behauptung widerspricht, dann ist er falsch. Wir haben nun nicht nur eine einzige, sondern viele Studien gefunden, die Schäden auf unterschiedlichen Ebenen belegen, Mechanismen plausibel machen und zeigen, dass dieser Satz falsch ist.
Da Frau Cooke in einer Anhörung im Europaparlament (https://www.barucker.press/p/ cooke-covid-19-covi) selbst gesagt hat, dass die Impfung nicht vor Ansteckung schützen würde, Mortalität nie Ziel der Untersuchungen gewesen sei, die zur Zulassung geführt haben, kann man eigentlich nur folgern: Der Nutzen dieser Intervention ist sehr begrenzt. Das Problem ist folgendes: Der mögliche Schaden durch eine Infektion ist gering. Denn das Risiko, daran zu versterben war nie höher als vielleicht 7-9 Promille, für die Gesamtbevölkerung und für junge Leute unter 50 nahe Null. Das Risiko eine Nebenwirkung zu erleiden war jedoch relativ hoch. Da nun dieses Risiko alle trifft, die geimpft werden, und das waren in Deutschland etwas mehr als 70% der Bevölkerung, viele davon öfter, ist die Aussage, es gäbe eine positive Nutzen- Risiko-Relation schon in sich sachlich falsch, um nicht zu sagen frivol.
Als erstes haben wir in unserer annotierten Bibliografie den Mythos entzaubert, die Impfstoffe hätten 20 Millionen Leben gerettet, mit dem Frau Cooke gerne hausieren geht. Sie hatte zwar in der Anhörung gesagt, sie wisse nicht wo die Zahl herkäme. Falls das stimmt, ist sie noch schlechter informiert als ich dachte. Denn die Zahl stammt von derselben Arbeitsgruppe aus dem Imperial College London, die auch die unselige Modellierung durchgeführt hat, die für Deutschland eine halbe Million Tote vorausgesagt hat und nur eine Impfung als Rettung propagierte.
Den meisten Leuten ist nämlich nicht aufgefallen, dass diese „20 Millionen Geretteten“ aus dem gleichen Modell stammten, das schon vorher falsche Berechnungen angestellt hat. Das hatten wir relativ bald gesehen und als „Letter“ an den Editor geschickt, der meinte, das würde niemanden interessieren, worauf wir es noch an zwei, drei weitere Journals geschickt hatten, bis es schließlich als etwas ausführlichere Analyse in der Spezialistenzeitschrift „Futures“ landete.
(...)